Museum der Deutschen Spielzeugindustrie mit Trachtenpuppensammlung
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Ansichtssachen... Sonderausstellung: Max Carl – Mechanische Spielfiguren 04.08. bis 31.10. 2017 Di bis So. 10 bis 17 Uhr Von Klapperaffen, Fresshasen und Zauberern Die Gemeinde der Carl-Figuren-Sammler ist groß. Auf deren Wunsch hin zeigt das Museum nach 2004, gerne zum zweiten Mal die interessantesten und seltensten Stücke aus der Sammlung, die leider nicht ständig präsentiert werden kann. Helmut Carl, der letzte Firmenchef der Max Carl KG Spielwarenfabrik Creidlitz überließ im Jahr 2003 dem Museum der Deutschen Spielzeugindustrie in Neustadt b. Cbg. ca. 250 Artikel von 1948 bis 1992 aus seinem Musterzimmer als Stiftung. Die Firma wurde besonders durch mechanische Spielfiguren, wie die berühmte „Affen-Kapelle“ bekannt. Die Gründung erfolgte 1922 in Judenbach/Thüringen durch Max Carl. Nach der Enteignung und der Flucht begann die Firma 1952 in Creidlitz neu. Ihren Höhepunkt erreichte sie in den 70er Jahren mit 200 Mitarbeitern. 1992 schloss die Firma ihre Pforten wegen der Konkurrenz- produkte aus Fernost. Nach einem „BMW 238“ aus Bakelit von 1948 war der Sportwagen CA-JU MIT SCHWUNG aus marmoriertem hellblauem PVC eines der ersten Kunststoffautos mit Uhrwerksantrieb. Beide, sehr seltene Fahrzeuge sind im Originalkarton im Museum. Daneben gibt es Matrosen- und Clowns-Kapellen, Matrosen, Fresshasen, Strick- und Kehrliesel, einen Schuhputzerjungen und einen, besonders raren Jungen mit Hula-Hoopreifen.  Auch der Automat „Lustige Haus-Kapelle“ oder „Bimbo-Box“ fehlt nicht in der Sammlung, ebenso wenig wie der Zauberer, der unter seinem Zylinder ein Küken auftauchen und verschwinden lassen kann. Ein kurzer Film, in dem man die Figuren „klappern, zappeln, laufen, fressen und sich-überschlagen“ sehen kann, ist in der Ausstellung mit integriert. Außerdem ist ein kleines Begleitheft zur Firmengeschichte mit zahlreichen Abbildungen erschienen. zu Ansichtssachen Archiv zurück zum Inhaltsverzeichnis